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Rückblick 4. Dortmunder Stiftungstag

Am Freitag, 28. Februar 2020 feierte die Stadt Dortmund mit dem 4. Stiftungstag wieder das gesellschaftliche Engagement Dortmunder Stiftungen. Knapp 150 Akteurinnen und Akteure aus dem Dortmunder Stiftungswesen kamen dazu in der Sparkassenakademie NRW am PHOENIX-See zusammen. Neben dem fachlichen Austausch und der Vernetzung untereinander bildete die Verleihung des Förderpreises den Höhepunkt der Veranstaltung. In diesem Jahr überreichte Oberbürgermeister Ullrich Sierau die Auszeichnung an beneVolens, Kommende-Stiftung Dortmund. Damit ehrte er eine Stiftung, die sich besonders für den Abbau von Chancenungleichheit im Bildungssystem einsetzt. Thomas Westphal überreichte zudem symbolisch 5 Schulranzen an Inga Kröger von der Stiftung Kinderglück und warb für eine breite Unterstützung des Projekts Schulranzen.

„Soziale Schieflagen werden oft vererbt, nicht absichtlich, aber faktisch. Viele Kinder, gerade in der Nordstadt Dortmunds, brauchen Hilfe, Paten und Mentoren auf ihrem Weg durch das Bildungssystem. Hier tut sich einiges und es gibt bereits tolle Projekte, doch noch so viel mehr Bedarf“, begründete Oberbürgermeister Ullrich Sierau stellvertretend für die Jury des Stiftungstages die Entscheidung für eine Stiftung, die sich der sozialen Gerechtigkeit verschrieben hat und damit „eine Investition in die Zukunft tätigt“.

Engagement macht Schule

Die Stiftung beneVolens wurde 2009 ins Leben gerufen und engagiert sich vorwiegend auf dem Feld der sozialen Bildungsförderung. Ein wichtiger Kern der Stiftungsarbeit ist das Projekt Soziales Seminar, das die Kommende Dortmund, das Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn, bereits seit 40 Jahren durchführt. Es setzt an den Schulen dort an, wo die Vermittlung von Bildungsinhalten aufhört und folgt dem Leitgedanken, Jugendliche in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu stärken und so ihre gesellschaftliche Integration zu fördern. Seit der Gründung von beneVolens, was aus dem Lateinischen übersetzt so viel wie „wohlwollend“ oder „hilfreich“ heißt, konnte das Projekt von der Hauptschule Husen auf insgesamt fünf Schulen ausgeweitet werden.

Ein weiteres Beispiel für die herausragende Arbeit von beneVolens ist die aktuelle Kooperation mit der Manfred-Fischer-Stiftung für das Projekt Wirtschaftsethik, mit dem an deutschen Schulen das Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zielen thematisiert wird. „Das Projekt zeigt die Anschlussfähigkeit der Arbeit der Stiftung“, so Ullrich Sierau in seiner Laudatio. „Mit wenig Kapital viel bewirken, das ist die Kunst der Stiftungsarbeit gerade für kleinere Stiftungen.“

Die frühe Sensibilisierung des Unternehmertums als einer besonders wichtigen Form, gesellschaftlich Verantwortung zu übernehmen, ist auch das Anliegen des Projektes Entrepreneurship, das bereits mit dem Schulpreis Wirtschaftswissen prämiert wurde. Derzeit wird es an einer Hauptschule in Kamen durchgeführt, Oberbürgermeister Sierau äußerte den Wunsch nach einer Erweiterung auf eine Dortmunder Schule. Er resümierte: „beneVolens ist eine kleine Stiftung, die viel Gutes getan hat und noch einiges vorhat.“

Menschen und Unternehmen packen Probleme gemeinsam an

Das Stiftungswesen in Dortmund erlebt einen Aufschwung: Fast 200 Stiftungen zählt die Stadt heute, davon wurde ein Großteil erst in den letzten 20 Jahren gegründet. Thomas Westphal, Leiter der 10-köpfigen Jury des Förderpreises, ist sehr zufrieden mit dieser Entwicklung: „Ich bin beeindruckt von dem Engagement, das viele Einzelpersonen an den Tag legen. Aber auch die Stiftungen Dortmunder Unternehmen, zum Beispiel die Wilo-Foundation, geben der Gesellschaft viel zurück. Unsere Stadt steht vor so mancher Herausforderung, und Stiftungen können eine wichtige Rolle bei ihrer Bewältigung spielen. Von der Kultur- und Sportförderung, der Kinder- und Jugendhilfe, der Bildungs- und Wissenschaftsförderung, dem Gesundheitswesen bis hin zum Umwelt- und Naturschutz, Völkerverständigung und Denkmalschutz  wird die gesamte Bandbreite der Stadtgesellschaft erfasst.“

 

Rückblick 3. Dortmunder Stiftungstag

Gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, Impulse für die Entwicklung der Stadt geben und das Gemeinwohl fördern. Diese drei Säulen stehen im Vordergrund der Stiftungsarbeit in Dortmund und der umliegenden Region. Um das Stiftungsnetzwerk Dortmund weiter auszubauen und Kontakte und Kooperationen zu vermitteln und die Öffentlichkeit über Projekte und deren Wirkungen zu informieren, fand am 18. Dezember der 3. Dortmunder Stiftungstag statt.

Die Stiftungsszene in Dortmund ist noch relativ jung, gleichzeitig aber überaus lebhaft. Viele Bürger*innen engagieren sich hier auf unterschiedliche Weise für Menschen, Ideen und Projekte. Mehr als 150 Stiftungen sind im Großraum Dortmund zu Hause – mit steigender Tendenz. Um engagierten Menschen schnell und einfach einen Überblick über die Stiftungsprogramme in der Stadt bieten zu können und sozialen Organisationen bei der Suche nach Paten zu unterstützen, hat die Wirtschaftsförderung Dortmund vor einem Jahr das Stiftungsportal ins Leben gerufen. Hier finden Fördernde und Fördersuchende, Stiftungsgründungswillige sowie potenzielle Zustifter und Sponsoren auf einer Plattform zueinander. Die Förderschwerpunkte reichen von Bildung und vielfältigen sozialen Aufgaben bis hin zu Kultur und Sport.

Stiftungstag für gemeinsamen Austausch

Die Stiftungen Dortmunds und der Region zu vernetzen, über ihre Förderaktivitäten und Wirkungen ihrer unterstützten Projekte zu informieren sowie zusammen neue Ideen zu entwickeln, wie man gute Förderpraxis weiterentwickeln und Neues gemeinsam unterstützen kann, ist das Ziel des Dortmunder Stiftungstages, der in diesem Jahr bereits zum dritten Mal durchgeführt wird. Hierzu trafen sich am 18. Dezember 200 Stiftungsvertreter und Stiftungsexperten*innen im Museum für Kunst- und Kulturgeschichte.

Neben einem vielseitigen Programm mit Vorträgen u.a. von Hans Leyendecker, Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages 2019 in Dortmund, und Deutschlands oberstem Stiftungsförderer Felix Oldenburgs sowie einer Vorstellungsrunde von Förderprojekten wurde bei der Veranstaltung auch der Förderpreis des Dortmunder Stiftungstages durch Oberbürgermeister Ullrich Sierau verliehen. Preisträger des diesjährigen Stiftungstages sind zu gleichen Teilen die Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung und die Anne-Fischer Stiftung für ihre besonderen Verdienste um die Kulturförderung in Dortmund. Die Höhe des Preisgeldes beträgt jeweils 3.000€.

Die Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung mit Sitz in Herdecke feiert dieses Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum und ist einer der wichtigsten Kulturförderer in Dortmund mit bis heute mehr als 30 wichtigen Förderprojekten von Kulturinstitutionen und Initiativen. So z.B. Museum am Ostwall, Internationaler Schubert Wettbewerb, Internationales Frauenfilmfestival Dortmund, Verein für Neue Musik Dortmund, Dortmunder Schubert-Chor, das Konzerthaus Dortmund, Dortmunder Kunstverein, diverse Schulen in Stadtgebiet u.v.m.. Die beiden Vorstände Christa Stronzik und Dr. Jochen Plaßmann nahmen den Preis für die Stiftung entgegen.

Die anne-fischer-stiftung fördert kulturelle Dialoge und Grenz­über­schreitungen in lokalen, über­regionalen und inter­nationalen Zusammen­hängen, die einen speziellen Bezug zum Kulturort Depot in der Dortmunder Nordstadt haben. Die Initiatorin und Namensgeberin der Stiftung Anne Fischer (1937–2001) war eine der Gründerinnen des Depot. Kulturprojekte und Formate sind unter anderem die
WorldPress Fotoausstellung, das f² – Fotofestival, das Dortmund Trash Up! Upcycling Festival, Kooperationen mit der der FH Dortmund u.v.m.. Heide Kemper und Dieter Fischer (Stifter und Kuratoriumsvorsitzender) nahmen für die Stiftung den Preis entgegen.

Die Dortmund-Stiftung als Partner des Dortmunder Stiftungstages und in der Jury vertreten durch die Vorstände Dirk Schroeder und Prof. Rolf Kinne betonte das vorbildliche Engagement der Preisträger für die Dortmunder Kultur. „Eine Stiftung soll private Mittel für öffentliche Zwecke nutzbar machen. Stiftungen fühlen sich dem Gemeinwohl verpflichtet, sind auf Nachhaltigkeit ausgelegt und erfreulich unabhängig. Das macht sie in Zeiten großer gesellschaftlicher Umbrüche und Herausforderungen besonders wichtig. Die Dortmunder Stiftungen geben mit ihrer Arbeit unverzichtbare Impulse für die Entwicklung unserer Stadt und der Region“, so der Oberbürgermeister.

Auch Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund, stellte die Bedeutung der Stiftungsarbeit für die Stadt heraus. „Stiftungen als ‚dritte Kraft‘ zwischen Markt und Staat übernehmen in unserer modernen Gesellschaft bedeutende Aufgaben. Stiftungen schaffen eine soziale Rendite und haben mit Ihrer Unabhängigkeit eine besondere Gestaltungs- und Innovationskraft. Dies wollen wir in Dortmund weiter zielorientiert bündeln.“

Engagement öffentlich sichtbar machen

Der Stiftungstag soll aber nicht nur diejenigen ansprechen, die sich bereits aktiv in der Förderszene der Stadt engagieren, sondern auch Menschen für das Thema sensibilisieren, die mit den Stiftungen der Region noch nicht vertraut sind. „Der Tag soll Öffentlichkeit für die großartigen Projekte der zahlreichen Stiftungen in Dortmund schaffen und den Bürgerinnen und Bürgern die Chance geben, sich mit dem Thema auf direkte Art und Weise auseinanderzusetzen“, so Ullrich Sierau.

Evi Hoch, Stiftungsvorstand der Wilo-Foundation und Jury-Mitglied des Förderpreis des Dortmunder Stiftungstags, freut sich über den großen Zuspruch der vielen teilnehmenden Stiftungsvertreter: „Wir haben von Beginn an darauf gesetzt, dass viele Dortmunder Stiftungen ein ausgewiesen lokales Interesse haben. Beim Stiftungstag erhalten sie Impulse für ihre Stiftungsarbeit und insbesondere ein lokales Vernetzungs- und Förderprojektangebot. Letzteres erleichtert die Arbeit der oftmals schlank aufgestellten Stiftungen und motiviert darüber hinaus zur Zusammenarbeit zum Wohle der Dortmunder Bürger - wie das jüngste Beispiel der Ruhrtalente zeigt, wo drei Stiftungen zusammenwirken.“

Die Veranstaltung wurde unterstützt durch die Dortmund-Stiftung, die S-PrivateBanking Dortmund GmbH, die wilo- foundation und den Bundesverband Deutscher Stiftungen.

Rückblick 2. Dortmunder Stiftungstag

Unter dem Motto „Fördern.Vernetzen.Anstiften“ fand am 13.10.2017 der 2. Dortmunder Stiftungstag statt. Rund 160 angemeldete Stiftungsvertreter und Experten aus dem Stiftungswesen trafen sich im Museum für Kunst und Kulturgeschichte. Zentrale Themen des Stiftungstages waren der „Impact“ als Messgröße der Wirkung und Nachhaltigkeit sowie Kooperationen und Synergien in der Stiftungsarbeit. Dazu startete das Dortmunder Stiftungsportal www.dortmunder-stiftungsportal.de. Die Förderpreise des Dortmunder Stiftungstages wurden besondere Arbeit in der beruflichen Integration von Flüchtlingen und Migranten vergeben.

Mit über 150 Dortmunder Stiftungen ist die Stiftungslandschaft im Raum Dortmund gut aufgestellt und wächst kontinuierlich. Der 2. Dortmunder Stiftungstag bot dem Stiftungswesen in Dortmund wieder ein stadtgesellschaftliches Forum, auf dem neue wirkungsvolle Ansätze und Lösungsansätze für gesellschaftliche Herausforderungen diskutiert wurden. Dabei widmen sich die Stiftungen ganz unterschiedlichen Themenbereichen. Stark vertreten sind in Dortmund soziale Zwecke, aber auch Bildungsprojekte, Kunst und Kultur werden gefördert. Ein gutes Beispiel ist die erste Etage des Dortmunder Konzerthaus. Auf den roten Wänden wird die Vielzahl der Förderer besonders deutlich – ohne Stiftungen also kein Konzerthaus!

„Die Stiftungslandschaft in Dortmund ist anders als vielen Großstädten Deutschland: es sind nicht die wenigen großen und alten sondern die vielen kleinen und mittleren und jungen Stiftungen, die die Landschaft in Dortmund ausmachen. Ähnlich wie die Dortmunder Unternehmenslandschaft. Und die Stiftungslandschaft ist vielfältig – sie ist bunt wie Dortmund – Dortmund.Bunt! eben!“, sagte Ullrich Sierau, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund.

Umso bedeutender ist es die Wirkungsweise und Nachhaltigkeit der Arbeit in den Fokus zu stellen. Hierzu dient auch das neue Dortmunder Stiftungsportal, welches die Stiftungslandschaft in Dortmund und deren Arbeit weiter bekannt macht. Das Dortmunder Stiftungsportal ist ein wichtiges Instrument, die Stiftungslandschaft unserer Stadt und deren Engagement für die Gesellschaft öffentlich dazustellen und weitere Möglichkeiten der Vernetzung zu schaffen. Das Dortmunder Stiftungsportal dient als eine Kompetenz- und Vernetzungsplattform für alle, die sich für Dortmund und im Stiftungswesen engagieren wollen. Hierzu gehören in weiteren Ausbaustufen auch die Themen Social Innovation und Social Entrepreneurship innerhalb Dortmunds und in der Region Dortmund.

Mit dem Förderpreis des Dortmunder Stiftungstages wurden in diesem Jahr die Grone Bildungszentren gGmbH ausgezeichnet. Mehr dazu lesen Sie unter Förderpreis.

Den diesjährigen Sonderpreis der Dortmund-Stiftung für besonders nachhaltige Wirkung erhielt die Stiftung Soziale Stadt mit den Projekten „Ausbildungscoaching für Geflüchtete“ und „Ausbildungsfonds für Geflüchtete“.

Medienecho zum 2. Dortmunder Stiftungstag

Beitrag im Stiftungsführer

Meldung im Magazin Die Stiftung

Ruhrnachrichten 14.10.2017

Rückblick 1. Dortmunder Stiftungstag

Über 100 Stiftungen haben ihren Sitz in Dortmund. Die Förderschwerpunkte reichen von Arbeit und Bildung über Wissenschaft und Technik bis zu Kunst und Kultur. Doch welche Stiftung setzt sich wofür ein?

Der 1. Dortmunder Stiftungstag am 21. Januar 2016 sollte Förderer und Fördersuchende im Rathaus zusammen bringen. Unter dem Motto „Anstiften!“ stellten Dortmunder Stiftungen ihre Arbeit vor, in vier verschiedenen Fachforen konnten sich die Besucher austauschen und vernetzen – und vielleicht sogar neue Initiativen entstehen lassen.

Zum Ersten Dortmunder Stiftungstag in Dortmund am 21. Januar kamen 160 Gäste ins Rathaus

Stiftungen fördern den gesellschaftlichen Wandel und sichern die Zukunft der Stadt. Noch nie gab es so viele Stiftungen in Deutschland wie heute. Allein zwei Drittel der heute 21.000 Stiftungen sind in den vergangenen 15 Jahren gegründet worden. Auch in Dortmund hat das Stiftungswesen seitdem an Bedeutung gewonnen: Die Wirtschaftsförderung hat in Dortmund mehr als 150 aktive Stiftungen ermittelt.

Den feierlichen Höhepunkt setzte der mit 1.500 Euro dotierte Förderpreis, den Oberbürgermeister Ullrich Sierau an Elisabeth Grümer von der gleichnamigen Hospiz-Stiftung übergab. Eine musikalische Einlage des Ensembles der Chorakademie und der Auftritt des NRW Junior Balletts Dortmund rundeten die Veranstaltung ab.

Förderpreis

Der Dortmunder Förderpreis für Stiftungen würdigt die Leistungen bürgerschaftlicher Initiativen.

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