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05.02.2026

Spendenparlament Spendobel mobilisiert die Stadtgesellschaft für soziale Projekte

Viele Dortmunder Unternehmen wollen nicht nur erfolgreich wirtschaften. Sie möchten der Stadtgesellschaft auch etwas zurückgeben – zum Beispiel durch regelmäßige Spenden. Wen aber konkret fördern? Diese Frage stellte sich auch Bernd Ewers, nachdem er 2006 seine Agentur SeitenPlan gegründet hatte. „Ich wollte mit meinem Unternehmen soziale Projekte in Dortmund unterstützen“, erinnert er sich. „Mir war wichtig, dass die Qualität der Projekte stimmt und die Mittel komplett für die gute Sache verwendet werden.“

Aus einem Medienbericht erfuhr er von Spendobel. Das Dortmunder Spendenparlament wählt jedes Jahr aus einer größeren Zahl von Bewerbungen zehn soziale Projekte in Dortmund aus. Die Parlamentarierinnen – Privatpersonen sowie Vertreterinnen von Unternehmen, Stiftungen, Service-Clubs und Kirchengemeinden – entscheiden in demokratischer Abstimmung, wofür in den folgenden zwölf Monaten Spenden eingeworben werden.

Große Bandbreite der Förderung

„Dieser Ansatz des bürgerschaftlichen Engagements hat mich überzeugt“, so Bernd Ewers. „Hinschauen, wo Hilfe benötigt wird, und diese Hilfe gemeinsam mit vielen Akteuren der Dortmunder Stadtgesellschaft auf den Weg bringen.“ Die Bandbreite der geförderten Projekte ist groß: von der Schreibaby-Sprechstunde über Bildungs- und Sportprojekte für Kinder und Jugendliche bis hin zur Unterstützung hilfsbedürftiger Seniorinnen und Senioren.

Seit seiner Gründung 2001 hat Spendobel so bereits über 1,5 Millionen Euro für mehr als 200 Projekte eingeworben. „Viele Spender halten uns seit Jahren die Treue, denn sie wissen, dass wir uns die Projekte genau anschauen, bevor wir sie zur Wahl stellen“, sagt Spendobel-Präsidentin Christiane Wurst. „Wir werden von ihnen als eine Art ,Spenden-TÜV‘ wahrgenommen.“ Neben engagierten Privatpersonen vertrauen auch viele Unternehmen und Stiftungen auf diesen Qualitäts-Check. Dass Spendobel so großes Vertrauen genießt, verdankt es auch der Tatsache, dass die eingeworbenen Gelder zu 100 Prozent in die gewählten Projekte fließen.

Das Engagement der Spenderinnen und Spender wird auch öffentlich sichtbar. „In der Regel organisieren wir eine medienwirksame Scheckübergabe zwischen Unternehmen oder Stiftung und dem geförderten Projekt“, verrät Bernd Ewers, seit 2022 selbst Mitglied des Spendobel-Präsidiums. „Ganz nach dem Motto: Tue Gutes und rede darüber.“

Möglichkeiten der Mitwirkung

Stiftungen und Unternehmen haben mehrere Möglichkeiten, Spendobel zu unterstützen:

  • Mitgliedschaft: Spendobel-Mitglieder sind automatisch auch Teil des Spendenparlaments. Einmal im Jahr erleben sie dann im Dortmunder Rathaus die Vorstellung der Projekte, die sich zur Wahl stellen, und nehmen an der Abstimmung teil. Auch zu den jährlichen Projektrundfahrten werden sie eingeladen.
  • Projektspende: Mit Spenden können auch Nichtmitglieder Spendobel unterstützen. Aus den Projekten des aktuellen Förderjahres wählen sie eines aus und unterstützen es mit einer Summe, die sie frei festlegen können.
  • Unterstützung des Vereins: Ab 2027 wird Spendobel als gemeinnütziger Verein agieren. Die bisherige Finanzierung der Geschäftsstelle durch den Evangelischen Kirchenkreis läuft aus. Da auch weiterhin alle Spenden zu 100 Prozent in die Projekte fließen sollen, freut sich Spendobel über Förderer, die einen Beitrag zur Basisfinanzierung des Vereins leisten.

Interessierte Stiftungen und Unternehmen können sich direkt an die Spendobel-Geschäftsstelle wenden. „Auf Wunsch beantworten wir Ihnen auch gerne in einem persönlichen Gespräch Ihre Fragen“, so Bernd Ewers.

Eine Übersicht über die aktuellen Spendobel-Projekte finden Sie unter www.spendobel.de