15.01.2026
Anabel und Yaman nehmen an den climb-Lernferien in einer sogenannten „Hallo Schule“-Klasse teil. Mit niedrigschwelligen, altersgerechten Materialien lernen sie spielerisch den Schulalltag kennen.
In den Ferien zur Schule gehen? Das klingt zunächst eher nach Nachhilfe als nach Ferienspaß. Die climb-Lernferien verfolgen jedoch einen anderen Ansatz: Sie schaffen Lernräume, in denen Kinder aus strukturschwächeren Stadtteilen mit Freude, Neugier und Selbstvertrauen lernen können. Ziel ist es, individuelle Stärken zu entdecken, Lernerfolge erlebbar zu machen und die Kinder darin zu bestärken, Herausforderungen des Schulalltags mutig anzugehen.
Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf dem Programmbaustein „Hallo Schule“, der sich gezielt an jüngere Kinder richtet. Durch spielerische Übungen, klare Strukturen und kindgerechte Materialien wurden die Kinder behutsam an schulische Abläufe herangeführt. Die Förderung durch die ProFiliis-Stiftung leistete hierbei einen entscheidenden Beitrag: Sie ermöglichte den Einsatz speziell entwickelter Lern- und Fördermaterialien und trug damit wesentlich dazu bei, den Kindern einen positiven und angstfreien Einstieg in den Schulalltag zu eröffnen.
Svenja Felbier, verantwortlich für die Projektbetreuung bei der ProFiliis-Stiftung, verschaffte sich vor Ort an der Albrecht-Brinkmann-Grundschule einen persönlichen Eindruck von der Umsetzung des Programms. Dabei wurde deutlich, wie nachhaltig der geförderte Programmbestandteil wirkt: Die Kinder begegneten schulischen Themen mit Offenheit, Motivation und wachsendem Selbstvertrauen.
Jennifer Busch, Gründerin der climb-Lernferien, erklärt: „Besonders armutsbetroffene Kinder leiden weiterhin unter den Folgen der Corona-Pandemie, da sie ohnehin nicht die gleichen Bildungschancen haben wie andere Kinder. Bei den climb-Lernferien können sie in kleinen Gruppen spielerisch Deutsch und Mathe üben, basteln, experimentieren und vor allem Selbstbewusstsein aufbauen.“ Es gehe nicht darum, Lernstoff nachzuholen, sondern um eine stabile Grundlage, auf der Lernfreude, Motivation und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten wachsen können.
Begleitet und unterrichtet werden die Kinder von ehrenamtlichen climb-Lehrkräften, darunter viele Studierende der Lehramts- und Psychologiestudiengänge. Sie werden gezielt auf ihre Aufgabe vorbereitet und durch ein begleitendes Weiterbildungsangebot unterstützt. Auch dadurch wird eine hohe pädagogische Qualität der Lernferien sichergestellt.
Das Sozialunternehmen climb ist seit 2014 auch im Ruhrgebiet aktiv. Als Hauptförderer ermöglicht die RAG -Stiftung die Durchführung der climb-Lernferien in zahlreichen ehemaligen Bergbaustädten, in Dortmund bereits seit mehreren Jahren. Die Unterstützung weiterer Förderpartner wie der ProFiliis-Stiftung trägt dazu bei, das Angebot bedarfsgerecht weiterzuentwickeln und gezielt auf einzelne Altersgruppen zuzuschneiden.
Das Angebot wird von den Familien der Albrecht-Brinkmann-Grundschule sehr gut angenommen. Unter dem Motto „Meine Stadt Dortmund“ setzten sich die Kinder während der Lernferien zudem mit ihrem Lebensumfeld auseinander und stärkten neben schulischen Grundlagen auch soziale Kompetenzen und Gemeinschaftssinn.
Foto:ProFiliis
v. l. n. r.: Jakob Meder (ehem. Lokalkoordination CLIMB), Svenja Felbier (Projektbetreuung ProFiliis), Frau Panico (duale Studentin der sozialen Arbeit, ehrenamtliche Lehrkraft CLIMB) sowie Anabel und Yaman, die an den Lernferien teilgenommen haben. (Foto: ProFiliis)
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